Vier Raumklimalösungen.
Ein System.

Warum ist das interpanel Deckensystem modular aufgebaut?
Wie funktioniert der modulare Aufbau?
Was sind die Vorteile
Warum ist das interpanel Deckensystem modular aufgebaut?

Die neue Generation Klimadecke ist für bestehende und neue Gebäude entwickelt. Denn zahlreiche Gebäude sind bereits gebaut und müssen zügig oder im laufenden Geschäftsbetrieb raumklimatisch ertüchtigt werden. Bestehende Gebäude verursachen ebenfalls keine neuen CO2-Emissionen für die Neuerrichtung. Enge Terminpläne und individuelle Anpassungen von raumklimatischen Systemen, wie z.B. von zentralen Klimaanlagen mit großen Lüftungskanälen, sind in der Planung und Ausführung aufwendig, oft zeitintensiv und daher auf den gesamten Bauprozess betrachtet teuer.

Das interpanel – System verlagert die auf der Baustelle üblicherweise notwendigen Prozesse in die eigene Fertigung. Dort wird unter kontrollierten Bedingungen das System hergestellt und kommissioniert. Als Hersteller (Made in Germany) von multifunktionalen Heiz-, Kühldecken erreichen wir so eine perfekte Prozesssicherheit. Diese führt zu einem minimalen Zeitaufwand auf der Baustelle. Dadurch erhöht sich die Ausführungsqualität und Geschwindigkeit der Umsetzung auf der Baustelle. Folglich wird die notwendige Zeit und der Installationsaufwand auf der Baustelle auf ein Minimum reduziert.

interpanel ist daher das optimale Heiz- und Kühlsegel für die Nachrüstung im Bestand.

Zusammengefasst

    • modular komplett vorgefertigte Licht-, Heiz-, Kühlsegel für eine schnelle Installation
    • bewährte hydraulische Schnellkupplungen
    • staubfreie Montage
    • vier raumklimatische Lösungen mit nur einer Installation
      • circadianes HCL- LED Licht
      • Akustik
      • Heizung
      • stille Kühlung
    • z.B. als Mieter kann das System mit umgezogen werden
Wie funktioniert der modulare Aufbau?

Das thermisch aktivierte Heiz- und Kühlsegel wird von einem umlaufenden Aluminium-Profilrahmen eingefasst. Durch die umlaufenden Profilnuten werden die voneinander getrennten Rahmen des Heiz- und Kühlsegel und des Trägerrahmens miteinander verbunden. Die Profilnuten dienen ebenfalls zur Aufnahme der Seilabhängung und Anbauteile. Diese gewähren eine höchstmögliche Flexibilität in Funktion und Design. Das vorgefertigte Aluminium-Verbundsystem wird anschließend als installationsfertiges Deckensegel mit allen zum Betrieb notwendigen Bauteilen direkt auf die Baustelle geliefert. Zur Installation werden Seilabhänger an der Raumdecke befestigt und das Deckensegel abgehangen (Variante: Pendel), bzw. eingefasst (Variante: Deckeneinbau).

Was sind die Vorteile

Das modulare Deckensystem benötigt durch die Vorfertigung keine Schweiß- oder Lötarbeiten, bzw. signifikant weniger Bohrungen zur Befestigung der Deckensegel bzw. Klimasegel. Auf der Baustelle können derartige Prozesse zu hohen Bauschäden oder hohem Koordinierungsaufwand und Schnittstellenproblematiken führen. Alle Systemkomponenten mit ab Werk auf Druck geprüft. Die nahezu werkzeuglose und schnelle Montage gewährleistet daher einen optimalen Bauablauf.

Vorteile

  • Komponenten sind vorkonfektioniert und vormontiert
  • minimaler Installationsaufwand ohne Schweiß- oder Lötarbeiten
  • umlaufende Profilnuten für flexible Montagesituationen
  • zügige und staubfreie Montage

Das Kühlsegel
ohne Taupunktabschaltung.

Warum wurde die taupunktunabhängige Kühldecke, bzw. das Kühlsegel entwickelt?
Wie funktioniert das taupunktunabhängige Kühlsegel, bzw. die Kühldecke?
Was sind die Vorteile?
Warum wurde die taupunktunabhängige Kühldecke, bzw. das Kühlsegel entwickelt?

interpanel macht Luft-Klimaanlagen zur Raumkühlung überflüssig.

Luft-Klimaanlagen haben in vielen Bereichen komfortable Lebens- und Arbeitsräume erst möglich gemacht. Das zugrunde liegende Prinzip die Raumluft über ein Kühlregister zu führen und damit zu entfeuchten und abzukühlen ist schon über 100 Jahre alt. Aufgrund des Klimawandels wird der Bedarf an Raumklimatisierung exponentiell zunehmen.

Problematisch ist, dass durch den hohen Energiebedarf, komfort- und hygienische Herausforderungen Luft-Klimaanlagen in vielen Bereichen nur zu einem unzureichenden und potenziell gesundheitsgefährdenden Raumklima führen.

“Mendell studied the health effects of air conditioning systems while with the U.S. Department of Energy’s Lawrence Berkeley National Laboratory. He says worsening asthma problems and allergies are two health issues that can stem from contaminated AC units. He also mentions an ominous-sounding phenomenon: sick building syndrome. International Journal of Epidemiology, TIME

Als Alternative kommen Flächenkühlsystem infrage. Diese führen die Raumwärme über kühle Oberflächen und daher im Wesentlichen über Wärmestrahlung ab.

Alle bisher im Markt verfügbaren konventionellen Flächenkühlsysteme stoßen insbesondere im Sommer an die physikalisch bedingte Leistungsgrenze – die Taupunkttemperatur. Wie an einem kalten Glas Limonade fällt an den gekühlten Kühldecken, oder Kühldeckensegeln Tauwasser aus. Meist geschieht dies zuerst am Vorlaufrohr des Raumes. Technische Möglichkeiten sind eine Erhöhung des Vorlauf-Temperaturniveaus, wodurch aber bis zu 100 % der Kühlleistung verloren geht.

Statt der üblichen 80 W/m2 stehen so im realen Betriebsfall, 0 W/m², oder reduzierte 15-30 W/m2 zur Verfügung. In der Folge wird es schnell zu heiß am Arbeitsplatz oder im Raum. Insbesondere im internationalen Umfeld, mit anderen Komfortbedürfnissen als in Mitteleuropa, konnten so nur unzureichende Ergebnisse erzielt werden. Wenn die Kühldecke bzw. Kühlsegel mit Vorlauftemperaturen unterhalb der Taupunkttemperatur der Umgebungsluft weiter betrieben wird, kommt es zum Tauwasserausfall. In der Folge “tropft es von der Kühldecke”

In Deutschland müssen zahlreiche gewerblich genutzte Gebäude in den nächsten Jahren energetisch saniert werden. Aufgrund des Klimawandels, dem Arbeitsschutz bei Hitze und der Erhaltung eines gesunden Raumklimas der Einbau einer Kühlung im Sommer oft unverzichtbar.

Alle konventionellen Flächenkühlsysteme, Kühlsegel und Kühldecken unterliegen der Taupunktproblematik. Daher funktionieren diese insbesondere in der Bestandsnachrüstung und im Zusammenspiel mit natürlicher Lüftung im mitteleuropäischen Sommer nicht. Für die Planung kann daher auch nicht die nach DIN EN 14240 geprüfte und “erwartete” Kühlleistung angesetzt werden. Die niedrige realisierbare Kühlleistung kann im Sommer – insbesondere im Zusammenspiel mit natürlicher Lüftung eine nur geringe, oder keine Kühlleistung erbringen. Das führt in der Folge zu erheblichen Beeinträchtigungen und potenziell teuren Nachrüstungen.

Diese Herausforderungen lassen sich mit dem national und international ausgezeichneten interpanel – System zuverlässig bewältigen.

Vorteile

  • Keine Abschaltung an der Taupunkttemperatur der Umgebungsluft
  • Raumkühlung ohne Zugluft, Konvektion und Geräusche
  • wartungsfrei
  • sehr hohe Kühlleistung schon ab 21 °C Raumtemperatur
    • > 136 W/m² bei 26 °C Raumtemperatur
    • > 106 W/m² bei 21 °C Raumtemperatur
  • Abführung der Leuchtenabwärme im System
  • betriebssicher im Sommerklima, mit natürlicher Lüftung
  • unabhängig geprüft nach aktuell geltenden Normen
Wie funktioniert das taupunktunabhängige Kühlsegel, bzw. die Kühldecke?

Flächenkühlsysteme arbeiten überwiegend mit dem natürlichen Wärme-Strahlungsaustausch von Oberflächen. Wärme emittierende Oberflächen geben mehr Wärmestrahlung an kühle Oberflächen ab, als diese zurücksenden. Dadurch “strahlt” eine warme Hautoberfläche mit ca. 30 °C auf eine gekühlte Fläche mit z.B. 16 °C und gibt so dauerhaft Wärme ab. In der Folge fühlt es sich kühl an. Die Wärmeabgabe des Menschen über Wärmestrahlung funktioniert ohne Luftbewegung und repräsentiert bis zu 60 % der abgegebenen Wärme.

Der Unterschied

Bei konventionellen Kühlsegeln, Flächenkühlsystemen steht die Wärme aufnehmende Kühlfläche in direktem Kontakt mit der Umgebungsluft. Durch jahrelange Entwicklung in Zusammenarbeit mit renommierten Forschungsinstitutionen und Unternehmen gelang es einen Systemaufbau und Polymer zu entwicklen, welches hoch-transparent für Wärmestrahlung ist. Im Prinzip wird dieses vor die gekühlte Fläche gespannt. Gleichzeitig ist es dicht gegenüber Wasserdampfdiffusion. Dadurch kommt die feuchte Umgebungsluft nicht an die gekühlte Fläche und kann nicht auskondensieren. Im Ergebnis bleibt die sichtbare Oberfläche warm, fühlt sich aber kühl an. Die Wärmstrahlung dringt durch das Polymer auf die durch einen Kreislauf gekühlte Oberfläche und führt die Wärme von den Personen und aus dem Raum ab.

Auszug der Veröffentlichungen

  1. Revisiting radiant cooling: condensation-free heat rejection using infrared-transparent enclosures of chilled panels

    Eric Teitelbaum, Adam Rysanek, Jovan Pantelic, Dorit Aviv, Simon Obelz, Alexander Buff, Yongqiang Luo, Denon Sheppard & Forrest Meggers
     (2019) Revisiting radiant cooling: condensation-free heat rejection using infrared-transparent enclosures of chilled panels, Architectural Science Review, 62:2, 152-159, DOI: 10.1080/00038628.2019.1566112
    Princeton University, School of Architecture, USA, University of British Columbia, Vancouver, School of Architecture, CAN, University of California, Berkeley, Center for the Build Environment, USA, Interpanel GmbH, Germany, Princeton University, Andlinger Center for Energy and the Environment, USA
  2. Fraunhofer Institut für Bauphysik
  3. Springer Professional
  4. Innovative Technologies for Market Leadership: Investing in the Future, Springer Nature Switzerland AG
Was sind die Vorteile?

Die zuverlässige, individualisierbare, stille, wartungsfreie und hygienische Hochleistungskühlung über Kühlsegel und Heiz- Kühldeckensysteme wird international möglich. Im Vergleich zur Klimaanlage, welche innerhalb der Norm-Komfortgrenzen nur ca. 25 % der Kühlleistung der akustisch wirksamen Klimaleuchte von interpanel erreichen kann und für bis zu 60 % Unzufriedenheit sorgt, steht jetzt ein an den natürlichen Prinzipien orientiertes Hochleistungssystem als Kühlsegel, oder integriertes Heiz- Kühldeckensystem mit circadianem HCL-LED Licht und hoher akustischer Absorption zur Auswahl.

Vorteile

  • zugluftfrei, wartungsfrei, hygienisch
  • nur 15-35 % belegte Fläche
  • angenehme zonale Kühlung/Heizung
  • im System bilanziell über 200 W/m² realisierbar
  • 80 % verfügbare Kühlleistung schon ab 22 °C
  • keine Abschaltung der Kühldecke am Taupunkt
  • individuelle Temperaturregulation nach persönlichen Bedürfnissen
  • problemlos mit natürlicher Lüftung kombinierbar

Kühlendes HCL-Flächenlicht.
Für Arbeitsplätze.

Warum wurde ein circadianes HCL-Flächenlicht integriert?
Wie funktioniert circadianes Licht, HCL-Licht?
Was sind die Vorteile?
Warum wurde ein circadianes HCL-Flächenlicht integriert?

Neueste LED- und Lichtsteuerungen schaffen eine neue Qualität der natürlichen Beleuchtung von Lebens- und Arbeitsstätten. Dem natürlichen Verlauf der Sonne und unserem biodynamischen Rhythmus folgend bildet die interpanel Klimaleuchte und Akustikleuchte das natürliche Helligkeits- und Farbtemperaturspektrum in einzigartiger Weise ab. Ein stufenloser Wechsel ist von warmen Lichtfarben mit 3000 K – bis zu kaltweißen mit 6500 K Lichttemperatur möglich. Durch die Nachbildung circadianer Beleuchtung wird nachweislich die Zufriedenheit und Aktivität positiv beeinflusst.

“Eine solche Komplettlösung benötigt etwa 30 Prozent mehr Energie als ungeregelte, nicht farbveränderliche Beleuchtungsanlagen mit LEDs. Im gleichen Maß stieg in Hamburg allerdings die Produktivität der Mitarbeiter: Sie sind konzentrierter und fühlen sich motiviert.” Quelle

Human-centric-lighting (HCL)

“Die Menschen entwickelten sich über Millionen Jahre hinweg in Einklang mit ihrer natürlichen Umgebung. Gutes Licht ist aber nicht nur Voraussetzung für gutes Sehen, sondern steuert auch unsere „innere Uhr“. Die volle Dynamik des Tageslichts lässt sich nicht auf die künstliche Beleuchtung übertragen. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen belegen inzwischen aber, dass eine an der Natur orientierte Beleuchtung Wohlbefinden und Motivation steigert.” Quelle

Neutralweiß und 500 lx als Standard für einen guten Arbeitsplatz?

Insbesondere ältere Menschen benötigen aufgrund der vorhandenen Linsentrübung mehr als nur den normativen Mindeststandard von meist “500 lx am Arbeitsplatz”. Unsere Klimaleuchte kann daher von 0 bis über 2000 lx pro Farbkanal am Arbeitsplatz schaffen. Damit wird auch bei schwierigen Arbeiten und individuellen Bedürfnissen Sicherheit und Konzentration unterstützt.

Vorteile

  •  circadiane und tageslichtnahe HCL-Beleuchtung
  • große Lichtfläche für optimale biologische Wirkung
  • diffuse, gleichmäßige und blendfreie Raumausleuchtung
  • individuell einstellbare Lichtstärke und Farbe
  • flickerfrei
  • stufenlos dimmbar
  • integrierte Präsenz- und Bewegungssensorik
  • integrierte Lichtsensorik
  • Steuerung über:
    • App via Bluetooth
    • Kabel- und Batterielose Funkschalter
    • kabelgebundene Taster
Wie funktioniert circadianes Licht, HCL-Licht?

Das mit marktführenden Kooperationspartnern entwickelte neue LED-System wird direkt auf der Heiz- und Kühlfläche installiert. Im Zusammenspiel mit optischen Komponenten und der einzigartigen Oberfläche wird eine gleichmäßige Flächenausleuchtung erreicht.

Wir legen besonderen Wert auf hochqualitative Marken-LED’s von führenden Herstellern. Damit wird eine maximale Lebensdauer, Leuchtkraft und Leistung über den langen Betriebszeitraum sichergestellt. Das interpanel LED-System ist in der Klimaleuchte verbaut und wird durch externe Netzteile und Steuerungssysteme angesprochen. Im Bedarfsfall ist eine einfache Wartung aller Komponenten gewährleistet.

Das LED-System ist reversibel mit dem Leuchtenkörper verbaut und kann auch komplett getauscht werden um einen ökonomischen und ökologischen Lebenszyklus sicherzustellen.

Was sind die Vorteile?

Mit dem speziellen Aufbau und der Kombination von Leuchtmittel und aktiver Kühlung wird eine maximale Lebensdauer der LED Komponenten erreicht. Das Flächenlicht überzeugt durch seine hohe Leuchtkraft und den innovativen Aufbau, welcher ein individualisierbares am Menschen orientiertes Lichtklima schafft.

Die Abwärme der Leuchte wird direkt dem Heizkreis zugeführt, oder vom Kühlkreislauf abgeführt. Dadurch muss die Leuchtenabwärme nicht der Raumwärmelast hinzugerechnet werden. Die kann in einigen Fällen die notwendige Kühlleistung um bis zu 30 % reduzieren.

Vorteile

  • alle lichttechnischen Komponenten sind reversibel
  • hohe Systemeffizienz
  • aktiv gekühlte LED’s für maximale Lebensdauer ohne Wärmeeintrag
  • sehr hohe Beleuchtungsstärken möglich
  • individuelle Nutzereinstellungen
  • App-Steuerung via Bluettooth
    • Einzelleuchten oder Gruppenweise
  • Flexibel und sehr einfach zu programmieren und zu steuern
  • Komplette Sensorik mit Tageslichtzyklus, Bewegung und Präsenz und Helligkeitsabgleich
  • Optional nur ein Stromanschluss zur LED-Versorgung zur Steuerung notwendig (kein Systembus)
  • Batterielose Raumbedienelemente mit allen Funktionen möglich
    • einfachste Installation

Funktionsweise von Heiz-, Kühldecken

logo whitetemp Zeichenfläche 1@2x 1 - Innovation
logo whitecool Zeichenfläche 1@2x 1 - Innovation

HEIZEN

stille Infrarotwärme

Kombination mit
regenerativen Energiequellen

Verzicht auf Heizkörper

KÜHLEN

konvektionslose Kühlung
mit Heizung im System

wartungsfrei & lautlos

keine Taupunktabschaltung

Kombinierte Heiz-, Kühldecken bzw. Kühlsegel sind durch einen hydraulischen Kreislauf (reines Wasser oder Wasser/Glykolgemisch) thermisch aktivierte Raumoberflächen. Durch eine Erwärmung oder Abkühlung der raumseitigen Fläche, durch das geheizte oder gekühlte Fluid, wird dem Raum Wärme zu- (Heizen) oder abgeführt (Kühlen).

Als Wärme-, oder Kältequelle sind vielfältige Varianten möglich (z.B. Luft-Wasser Wärmepumpen, Wasser/Wasser Wärmepumpen mit Erdsonden, Solarthermiekollektoren oder andere Heiz-, Kühlsysteme). Kombinationen mit Fotovoltaiksystemen oder thermischen, elektrischen Speichern sind ebenfalls möglich. Die Wärme- und Kältequelle erzeugt die benötigte Leistung zur Erhaltung der Raumtemperatur, indem Sie das durch die Fläche strömende Fluid und die angebundene raumseitige Oberfläche erwärmt oder abkühlt.

Die Wärmeübergabe der Fläche zum Raum basiert auf den grundlegenden Wärmetransportmechanismen: Konvektion, Wärmeleitung und Wärmestrahlung.

In der Praxis spielen folgende natürliche Prinzipien die tragende Rolle:

  • Konvektion – die Raumluft wird erwärmt oder abgekühlt wird (wie z.B. bei einem Föhn oder einer Klimaanlage)
  • Wärmestrahlung, mit welcher der Wärmeaustausch der Raumoberflächen beeinflusst wird (z.B. heiße Glut am Lagerfeuer, kühler Nachthimmel)

Konvektiv arbeitende Klimaanlagen und Heizsysteme

Heizfall

Konvektiv heizende Systeme finden sich zumeist in älteren Gebäuden, z.B. durch Konvektionsheizkörper mit Lamellen. Diese erwärmen die Raumluft zügig, sodass gefühlt eine schnelle Aufheizung des Raumes möglich ist. Massive Wände, insbesondere mit schlechtem Dämmwert, bleiben aber kalt. Aufgrund der nicht gleichmäßigen Temperaturverteilung kommt es daher oft zu einem unbehaglichen Raumgefühl. Die Wand ist kühl, die Raumluft ist warm und meist auch relativ feucht. Zusätzlich können durch die üblicherweise hohen verwendeten Vorlauftemperaturen höhere Strömungsgeschwindigkeiten der Luft entstehen. Dadurch werden Staub, Pollen und andere Partikel im Raum aufgewirbelt. Der Effekt wird in der Regel durch schlecht gedämmte Wände noch verstärkt.

Kühlfall

Für den Kühlfall arbeiten Luftklimaanlagen nach dem gleichen Prinzip. Durch Ventilatoren wird die Raumluft über einen engmaschigen Wärmetauscher geführt. Damit kühlt sich die Raumluft ab und wird im gleichen Zug auch entfeuchtet. Herausforderungen bei der Abkühlung von Luft sind die engen und zwingend notwendigen Wartungsintervalle der Staub- und Keim sammelnden raumseitigen Wärmetauscher. Durch die für die Wärmeübertragung notwendige Luftströmung treten oft unangenehme Zugluft und nicht nutzbare Raumbereiche auf (z.B. seitlich, oder direkt unter einem Aggregat oder im Strömungsbereich der Auslassdüse). Dies reduziert, insbesondere im Gewerbebau, die real nutzbare Fläche und Flexibilität maßgeblich. Die Zugluft und verwirbelte Keime können krank machen und eine potenzielle Gesundheitsgefahr darstellen. Die zumeist angegebenen Leistungen können oft nur unter maßgeblichen Kompromissen in der Behaglichkeit realisiert werden.

Mit Wärmestrahlung arbeitende Flächenheiz- und kühlsysteme

Heizfall

Als Wärmetransportmechanismus wird der jederzeit wirkende Austausch von Wärmestrahlung genutzt. Jede Oberfläche über dem absoluten Nullpunkt tauscht permanent Energie in Form von Wärmestrahlung mit der Umgebung aus. Luft ist dabei nahezu transparent für Wärmestrahlung. Daher wird im Innenraum durch Wärmestrahlung keine Luft direkt erwärmt oder abgekühlt. Eine z.B. 50 °C warme Wandfläche heizt damit die kühleren Decken und gegenüberliegenden Raumflächen auf. Durch die erwärmten Oberflächen erwärmt sich der Raum gleichmäßig durch die erwärmten Raumoberflächen.

“Wärmestrahlung heizt nicht direkt die Luft, sondern die Oberflächen im Raum.” 

Zusätzlich steigt die Wärme nicht “nach oben”, sondern breitet sich in Lichtgeschwindigkeit als Wärmestrahlung, bzw. Infrarotstrahlung gleichmäßig in alle Raumrichtungen aus.

Kühlfall

Im Kühlfall geben die warmen Oberflächen im Raum Wärmestrahlung an die gekühlte Fläche ab. Über den Wasserkreislauf wird die Wärme dann aus dem Raum, bzw. Gebäude abtransportiert. Im Gegensatz zu Klimaanlagen, kühlen Flächenkühlsysteme nahezu ohne Konvektion. Dabei werden ebenfalls die Raumoberflächen, über die Abgabe von Wärmestrahlung an die gekühlte Fläche, abgekühlt. Durch die Abkühlung der einzelnen Raumoberflächen kühlt sich folglich die Luft und damit der gesamte Raum ab.

“Die gekühlten Flächen nehmen die Wärme der Raumoberflächen direkt auf.” 

Flächenkühlsysteme und die Taupunkttemperatur

Bei bisherigen konventionellen Flächenkühlsystemen (Fußbodenheizungen, Kühldecken, Kühlsegel und Wandkühlungen) kann es im Sommer durch die hohe Taupunkttemperatur der Luft schnell problematisch werden. Insbesondere in Kombination mit natürlicher Lüftung, z.B. über Fenster wird die Taupunkttemperatur der Luft an den Kühlwasser führenden Leitungen erreicht.

Die mit 16-18 °C im Vorlauf betriebenen Kühlsysteme schalten bei Erreichen der Taupunkttemperatur im Vorlauf ab. Alternativ wird die Wassertemperatur erhöht, was die Kühlleistung im Betrieb maßgeblich reduziert. Die Taupunkttemperatur der Luft ergibt sich dabei aus der Temperatur und dem Feuchtegehalt der Luft. In Folge der Abschaltung mehren sich dann die Nutzerbeschwerden über zu heißes Raumklima und steigende Konzentrationsstörungen.

Durch diesen bisher bestehenden Effekt und das zunehmend wärmer werdende Klima im Sommer wird die Leistung konventioneller Flächenkühlsysteme maßgeblich reduziert. Insbesondere in Verbindung mit natürlicher Lüftung ist die konventionelle Flächenkühlung damit an mehreren Tagen oder sogar Monaten im Jahr ohne Funktion. Die bisher physikalisch unvermeidbare Unterschreitung der Taupunkttemperatur führt an der Kühlfläche und den wasserführenden Rohren zu Tauwasserausfall und langfristig zu Bauschäden.

Durch die in interpanel integrierte Umgehung der Taupunktproblematik, wird so ein hoher Sicherheitsfaktor geschaffen. Dieser lässt eine zuverlässige Abfuhr der Wärme aus dem Raum zu. Auch bei natürlicher Lüftung und im Hochsommer wird so ein angenehmes Raumklima gewährleistet.

FAQ

Ist das Produkt auch für private Haushalte verfügbar?
Sind alle Funktionen in einem Panel, oder sind diese jeweils separat?
Wieviel Leistung bringt die Kühldecke?
Üblicherweise werden Taupunktfühler zur Abschaltung der Kühldecke verbaut. Sind diese noch notwendig?
Kann ich das Kühldeckensystem zum Heizen verwenden?
Was ist zum Betrieb der Panels notwendig?
Welche baulichen Voraussetzungen sind erforderlich?
Was wird als Kühlmittel bzw. Heizmittel verwendet?
Wie ist der Energieverbrauch zu bewerten, welche Erfahrungen gibt es?
Wie kann ich als Bauherr, Architekt oder Planer an das System kommen? Was kostet das interpanel - System?
Kann die interpanel Kühl-, Heizdecke auch in eine umlaufende Decke integriert werden?
Reicht das Flächenlicht zur Ausleuchtung von Arbeitsplätzen, oder brauche ich noch Stehleuchten?
Ist das Produkt auch für private Haushalte verfügbar?

Das interpanel-System ist für gewerbliche und industrielle Bauprojekte entwickelt worden. Für Projekte im privaten Bereich erreichen Sie uns gern per Mail oder telefonisch.

Sind alle Funktionen in einem Panel, oder sind diese jeweils separat?

Die interpanel Deckensegel können mit folgenden Funktionen konfiguriert werden:

  • Kühlen + Heizen
  • Kühlen + Heizen + Akustik
  • Kühlen + Heizen + Akustik + Licht
  • Akustik + Licht
Wieviel Leistung bringt die Kühldecke?

Mit der akustisch wirksamen Klimaleuchte werden schon ab 20 °C Raumtemperatur sehr hohe Kühlleistungen erreicht. Die spezifische Kühlleistung hängt in der Praxis von Umgebungsfaktoren, z.B. Wärme durch Sonneneintrag, oder Wärme abgebende Geräte ab. Als Orientierungswerte dienen durch ein akkreditiertes Prüfinstitut ermittelte Norm-Prüfwerte:

  • Kühlen: 136 W/m² (20 K ΔT)

Mit regenerativ erreichbaren Vorlauftemperaturen von ca. 10 °C sind Kühlleistungen von > 100 W/m² problemlos erreichbar.

Die interpanel Klimaleuchte mit HCL-LED-System führt zusätzlich die Wärmelast der LED’s direkt an den Kühlkreislauf ab. Dadurch ist mit einer Kühlleistung von ca. 213 W/m² (20 K ΔT), bzw. 183 W/m² (10 K ΔT) zu rechnen. Für die Auslegung empfiehlt es sich das instationäre Temperaturverhalten der Räume nach physikalischen und normativen Vorgaben abzubilden.

Für typische Büro- und Verwaltungsbauten ist eine Deckenbelegung von 20 – 35 % erforderlich um eine angenehme Temperierung sicherzustellen. Erfahrungsgemäß lassen sich so bis > 42 °C Außentemperatur und in Kombination mit  natürlicher Lüftung (Fensterlüftung) Innentemperaturen von < 26 °C realisieren. Fragen Sie uns an.

Üblicherweise werden Taupunktfühler zur Abschaltung der Kühldecke verbaut. Sind diese noch notwendig?

Taupunktfühler sind zum Betrieb der interpanel Klimaleuchte und des Klimapanels nicht notwendig. Dadurch besteht auch kein Risiko der Abschaltung der Kühlfunktion und der Überhitzung im Sommer. Der Kühlwasserkreislauf ist tauwasserfrei gedämmt.

Kann ich das Kühldeckensystem zum Heizen verwenden?

Die multifunktionalen interpanel Heiz- Kühldecken wärmen den Raum über angenehme Wärmestrahlung gleichmäßig in alle Raumrichtungen. Durch die Panels fließt im Heizbetrieb erwärmtes Wasser im Temperaturbereich von 25 – 40 °C. Eine Kombination mit Solarthermie, oder Wärmepumpentechnik ist aufgrund des niedrigen Temperaturniveaus ideal.

Was ist zum Betrieb der Panels notwendig?

Generell können alle Wärme-, Kältequellen in den Heiz-, Kühlkreislauf eingebunden werden. Typischerweise kann eine Luft-Wasserwärmepumpe zum Heizen und Kühlen verwendet werden. Über Rohrleitungen versorgt diese die Panels mit warmen, oder gekühltem Wasser. Alternativ können auch regenerative Kältequellen, wie z.B. Erdsonden eingebunden werden. Für einen zuverlässigen Betrieb empfiehlt es sich meist noch eine Sole-Wasserwärmepumpe einzubinden. Mit einem System kann so angenehm geheizt und wirkungsvoll gekühlt werden.

Welche baulichen Voraussetzungen sind erforderlich?

Die Panels sind als Deckensegel getrennt vom Baukörper und belegen ca. 20-35 % der Deckenfläche. Die Gesamt-Aufbauhöhe beträgt minimal ca. 18 cm eine maximale Abhanghöhe ist frei definierbar. Eine für Seilabhänger oder Montageschienen tragfähige Deckenkonstruktion wird vorausgesetzt. Das Gesamtgewicht eines Panels beträgt betriebsfertig ca. 24 kg.

Was wird als Kühlmittel bzw. Heizmittel verwendet?

Im weitesten Sinne handelt es sich um normales Wasser. Für alle Heiz-, Kühlanlagen gilt, dass eine Korrosion im Kreislauf nicht zugelassen werden darf. Eine regelmäßige Überprüfung des Wassers trägt zur langen Lebensdauer bei.

Wie ist der Energieverbrauch zu bewerten, welche Erfahrungen gibt es?

Der Energieverbrauch einer Raumtemperierung/Raumklimatisierung unterliegt vielfältigen Einflussgrößen.

Für ein typisches Büro mit 25 m² Fläche und 3 interpanel Deckensegeln ist mit einer durchschnittlichen Wärmepumpe und einem COP von 3 mit Stromkosten (0,3 €/kWh) von ca. 0,075 €/Vollaststunde für 25 m² Fläche zu rechnen. Wenn eine regenerative Kühlung, z.B. über Erdsonden stattfindet, sind die Energiekosten mit effizienter Pumpentechnik nahezu vernachlässigbar.

Beispielhaft wurden im Projekt ABW-Architekten ca. 80 € Strom für ca. 250 m² gekühlte Fläche, im Spitzenmonat des Rekordsommers 2019, für die Einhaltung einer Temperatur von unter 26 °C, bzw. 24 °C gefühlte Temperatur, benötigt.

Dies entspricht ca. 1 kWh Strom/Monat*m² für die Kühlung in den Sommermonaten.

Wie kann ich als Bauherr, Architekt oder Planer an das System kommen? Was kostet das interpanel - System?

Sie können uns gern direkt telefonisch unter: 036693 4424 0 oder unter info@interpanel.com kontaktieren.

Die interpanel GmbH ist selbst Hersteller (Made in Germany) und Systemanbieter. Mit unserer langjährigen Expertise unterstützen wir den Bauherren, Planer und Architekten von der Vorplanungsphase bis über die Abnahme hinaus. In enger Zusammenarbeit mit den Beteiligten dimensionieren wir das System anhand der projektspezifischen Anforderungen. Mit dem systematisierten Produkt- und Planungskonzept schaffen wir so die Grundlage für einen sicheren, transparenten und zügigen Projektablauf.

Die Investitionskosten hängen projektspezifisch an zahlreichen individuellen Faktoren und können nur im Gesamtsystem und Projekt beantwortet werden.

Generell wird durch die Symbiose der Funktionen von Heizung, Kühlung, hochwirksamer akustischer Absorption und arbeitsplatzplatzkonformer HCL-LED Beleuchtung in einem vorgefertigten Modul ein maßgeblicher Anteil an Installations-, Koordinations-, Planungs- und Schnittstellenkosten eingespart. Dies kommt insbesondere durch das Nutzen des gesamten Funktionsspektrums der interpanel Klimaleuchte und Klimapanels zum Tragen. Durch den sehr hohen Nutzerkomfort, geringen Energiebedarf und ein beschwerdefreies Raumklima werden auch im Gebäude-Lebenszyklus für den Investor, bzw. Betreiber Kosten eingespart und die Zufriedenheit der Mitarbeiter erhöht. Als Projektbeispiel ist das Projekt der Fa. Sebastian Blum GmbH, ein IT-Webdevelopment Anbieter, zu nennen.

Kann die interpanel Kühl-, Heizdecke auch in eine umlaufende Decke integriert werden?

Ja, die Integration in z.B. eine Gipskartondecke ist problemlos möglich. Das interpanel-Deckensystem kann:

Reicht das Flächenlicht zur Ausleuchtung von Arbeitsplätzen, oder brauche ich noch Stehleuchten?

Die interpanel Klimaleuchte ist eine diffus strahlende Flächenleuchte. Mit einer Klimaleuchte können ca. 20 – 25 m² Fläche mit weit über 500 lx in Nutzerhöhe mit UGR << 19 energieeffizient ausgeleuchtet werden. Stehleuchten sind damit nicht mehr notwendig.

Die Lichtfarbe und Helligkeit/Dimmung kann von 3000 K (warmweiß)  bis 6500 K (kaltweiß) stufenlos eingestellt werden.

Als Licht-Steuerung sind:

  • 2- oder 4 fach EnOcean Taster (drahtlos und ohne Batterie über Funk),
  • sowie einfache Taster oder/und
  • Bewegungsmelder und Tageslichtsensoren kombinierbar.
  • Für zentrale Steuersysteme steht Dali DT6 & Dali DT8 zur Verfügung.

Damit können alle Anforderungen seitens der Energieeffizienz, Steuerung und eines hochwertigen Lichtklimas abgedeckt werden.

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