Das Taupunkt-Dilemma: Warum konventionelle Deckenkühlung im Sommer kapituliert – und wie Sie Ihre Gewerbeimmobilie zukunftssicher machen
Konventionelle Kühldecken schalten genau dann ab, wenn Kühlung am dringendsten gebraucht wird. Die Ursache ist kein Defekt. Es ist ein systematisches physikalisches Prinzip, welches sich mit konventionellen Kühldecken nicht vermeiden lässt. Dieser Artikel erklärt, warum das passiert, welche Konsequenzen es für Ihre Projekte hat, was es Investoren kostet und welche Technologie das Problem physikalisch löst.
Das Taupunkt-Dilemma: Warum Ihre Kühldecke im Sommer die Leistung verliert
An einem normalen Sommertag steigt die Luftfeuchtigkeit im Büro. Jemand öffnet ein Fenster, drei Kollegen arbeiten im Raum, draußen herrschen 34 Grad. Die relative Luftfeuchtigkeit klettert auf über 60 Prozent. Genau jetzt tritt ein physikalisches Phänomen ein, das den meisten Planern bekannt ist, aber in der Projektierung selten realistisch berücksichtigt wird.
Der Taupunkt der Raumluft steigt auf 18 bis 20 Grad. Konventionelle Kühldecken arbeiten mit Vorlauftemperaturen von 17 bis 19 Grad. Um Kondensat zu vermeiden, muss die Vorlauftemperatur stets mindestens 2 Kelvin oberhalb des Taupunktes bleiben. Sobald die Oberflächentemperatur der Kühldecke den Taupunkt unterschreitet, bildet sich Kondenswasser. Wissenschaftliche Experimente zeigen: In der Startphase eines Kühlsystems setzt die Kondensation bereits nach 6 Minuten ein (ScienceDirect, Condensation Features of Radiant Cooling). Ohne vorherige Entfeuchtung des Raumes über eine Stunde ist ein sicherer Betrieb im Sommer nicht möglich.
Taupunktsensoren und Fensterkontakte registrieren das Risiko und drosseln die Kühlung oder schalten sie komplett ab. Von Juni bis September betrifft das 30 bis 50 Prozent der gesamten Betriebszeit. Die geplante Kühlleistung von 70 bis 80 W/m² fällt auf 5 bis 20 W/m² im realen Sommerbetrieb. Und das passiert genau dann, wenn die Raumtemperatur schon heiß ist. Das funktioniert also erst, wenn die Grenztemperatur von 25 oder 26 Grad im Raum schon vorherrscht.
Das Bestandsproblem: Tausende Gewerbeimmobilien ohne Lösung
Insbesondere Gewerbeimmobilien im Bestand stehen vor einem doppelten Problem. Es fehlt der Platz für eine zentral-entfeuchtende Lüftungsanlage, und die Fensterlüftung muss eingeschränkt oder verboten werden, weil sie zusätzliche Feuchte einträgt. Wer trotzdem eine Lüftungsanlage zur Entfeuchtung nachrüstet, zahlt dafür bis zu 60 Prozent der gesamten RLT-Betriebskosten. Große Lüftungskanäle passen oft nicht in bestehende Deckenhöhen.
Die Konsequenz: Gebäudebetreiber stehen vor der Wahl zwischen einer Kühldecke, die im Sommer nicht kühlt, oder einer Klimaanlage mit Zugluft, Lärm und hohen Energiekosten. Für Mieter ist das inakzeptabel. Für Vermieter ein wirtschaftliches Risiko.
Was die Simulation zeigt: 862 Stunden ohne Kühlung pro Jahr
Eine dynamische Gebäudesimulation mit IDA ICE für ein typisches Berliner Büro (30 m², Südausrichtung, 3 Personen, mittelschwere Bauweise) mit Fensterlüftung quantifiziert die Konsequenzen. Die Simulation ist validiert nach DIN 4108-2, VDI 2078 und VDI 6020:
Kennwert
TP-abhängig (konventionell)
interpanel (TP-unabhängig)
Installierte Kühlleistung
1.200 W (16 °C Vorlauf)
608 W (8 °C Vorlauf)
Deckenbelegung
50 % (15 von 30 m²)
23 % (6,9 von 30 m²)
Max. operative Raumtemperatur
32,4 °C
25,8 °C
Stunden über 26 °C pro Jahr
862 h
0 h
Stunden über 27 °C pro Jahr
348 h
0 h
PPD Unzufriedenheit Sommer
93 %
7 %
Übertemperaturgradstunden (DIN 4108-2)
1.106 Kh (221 % über Grenzwert)
0 Kh
Zulässig nach DIN 4108-2
Nein
Ja
Verlorene Arbeitszeit pro Jahr
466 h
14 h
Taupunktregelung erforderlich
Ja (Sensoren, Fensterkontakte, MSR)
Nein
Quelle: interpanel Case Study Berlin, IDA ICE Ganzjahressimulation, Klimadaten 2020
466 verlorene Arbeitsstunden pro Raum. Das entspricht fast 60 vollen Arbeitstagen. Pro Jahr. Pro Raum.
Die Physik hinter dem Problem: 16 Kelvin vs. 0 bis 4 Kelvin
Der Kern des Problems liegt in der Temperaturdifferenz zwischen Kühlfläche und Raum. Konventionelle Kühldecken arbeiten mit 20 Grad Vorlauf und 23 Grad Rücklauf. Die mittlere Temperatur in der Kühldecke beträgt 21,5 Grad. Bei 26 Grad Raumtemperatur ergibt sich eine Differenz von nur 4 bis 5 Kelvin.
Die Kühlleistung ist direkt proportional zu dieser Differenz. Weniger Delta T bedeutet weniger Leistung. Sobald die Luftfeuchtigkeit steigt, muss die Vorlauftemperatur sogar weiter angehoben werden. An einem schwülen Tag mit 32 Grad und 50 Prozent Luftfeuchtigkeit springt der Taupunkt auf über 20 Grad. Das System hebt die Vorlauftemperatur auf über 22 Grad an. Die Temperaturdifferenz schrumpft auf 2 bis 3 Kelvin, im Extremfall auf nahe null. Die Kühlleistung bricht zusammen, genau wenn die solare Einstrahlung ihren Spitzenwert erreicht.
Zusammenhang zwischen Taupunkt und Kühlleistung
Der Betrieb von Kühldecken wird physikalisch durch den Taupunkt begrenzt. Dieser Wert markiert die Temperaturschwelle, bei der die Luftfeuchtigkeit kondensiert. Sobald die Oberflächentemperatur der Decke diesen Wert unterschreitet, bildet sich Tauwasser. Das System steht dabei in einer direkten Abhängigkeit zur relativen Luftfeuchte des Raumes:
Steigende Luftfeuchtigkeit: Führt zu einem Anstieg der Taupunkttemperatur. Der operative Spielraum zwischen der Deckentemperatur und dem Kondensationspunkt schrumpft.
Regelung: Um Feuchteschäden (von unsichtbaren Filmen bis zu Tropfenbildung) zu vermeiden, muss die Vorlauftemperatur der Kühldecke angehoben werden.
Leistungseinfluss: Da die Decke nun weniger stark gekühlt werden darf, verringert sich die Temperaturdifferenz zur Raumluft. Die physikalische Konsequenz ist eine zwangsläufige Reduktion der maximalen Kühlleistung bei schwülen Bedingungen.
Zusammengefasst: Höhere Luftfeuchte führt zu höherer Vorlauftemperatur führt zu geringerer Temperaturdifferenz führt zu weniger bis keiner Kühlleistung und überhitzten Räumen.
Einordnung auf Systemebene: Taupunktunabhängige Kühlung
Mit interpanel ist dieses physikalische Hindernis technologisch gelöst. Die Oberfläche der Klimaleuchte und des Klimapanels ist hochtransparent für Wärmestrahlung im Wellenlängenbereich von 1 bis 50 Mikrometer und gleichzeitig vollständig wasserdampfdicht. Feuchte Raumluft erreicht die gekühlte Oberfläche nicht. Kondensation ist physikalisch ausgeschlossen.
Das erlaubt dem Deckensystem den Betrieb in einem hydraulischen Netz zum Heizen und hocheffektiven Kühlen mit Vorlauftemperaturen von bis zu 6 °C. Für höchste Energieeffizienz sind 8 bis 12 °C ideal. Damit ist die Niedertemperatur-Kühldecke optimal kombinierbar mit Wärmepumpen, Grundwasser- oder Solekühlung. So lassen sich auch höchste Energieeffizienzstandards einhalten.
Die Temperaturdifferenz der Kühlfläche zur mittleren Raumtemperatur beträgt 16 Kelvin statt 0 bis 4 Kelvin. Die sichere Kühlleistung liegt bei über 100 W/m². Ganz ohne Taupunktsensoren. Ohne Fensterkontakte. Ohne Lüftungsanlage zur energieintensiven Luftentfeuchtung. Es gibt keine Abschaltlogik, weil es keinen Abschaltgrund gibt.
Die Energieeinsparung durch den Entfall der mechanischen Entfeuchtung und die Reduktion des Lufttransports liegt bei 30-70 Prozent gegenüber konventionellen Luft-Klimaanlagen. Eine wissenschaftliche Publikation in Building Research & Information dokumentiert 52 Prozent Energieeinsparung im Mixed-Mode-Betrieb.
Warum kühle Decken komfortabler sind als kühle Luft (ISO 7730)
Der menschliche Körper tauscht rund 60 Prozent seiner Wärme über Strahlung aus, nicht über Luftkontakt (ASHRAE Handbook). Das hat eine direkte Konsequenz für die Normung: Die ISO 7730 definiert die zulässige Strahlungstemperatur-Asymmetrie für verschiedene Flächen. Die Grenzwerte zeigen eine bemerkenswerte Asymmetrie:
Fläche
Kategorie A/B (PPD < 5 %)
Kategorie C (PPD < 15 %)
Kühle Decke
< 14 Kelvin
< 18 Kelvin
Warme Decke
< 5 Kelvin
< 7 Kelvin
Kühle Wand
< 10 Kelvin
< 13 Kelvin
Warme Wand
< 23 Kelvin
< 35 Kelvin
Quelle: DIN EN ISO 7730, Tabelle Strahlungsasymmetrie nach Komfortkategorien
Bei einer Raumtemperatur von 26 °C sind 14 Kelvin Untertemperatur an der Decke zulässig. Eine Deckentemperatur von 12 °C gilt nach Kategorie A als hochkomfortabel. Der Grund ist evolutionär: Menschen sind daran gewöhnt, Körperwärme nach oben an den kühlen Himmel abzustrahlen. Wolken haben eine Temperatur von 0 bis 3 °C, der klare Nachthimmel liegt bei unter minus 20 °C. Eine kühle Decke simuliert diesen natürlichen Kühlmechanismus.
Für die Planung bedeutet das: Zwischen 50 und 100 Prozent Deckenbelegung bei Strahlungskühldecken treten keine spürbaren wärmephysiologischen Differenzen auf. Die Kühlwirkung über Strahlung erreicht den Menschen unabhängig davon, ob die gesamte Decke oder nur ein Teil aktiviert ist. interpanel nutzt diesen Effekt mit nur 20 bis 35 Prozent Deckenbelegung und erzielt dabei höheren Komfort als konventionelle Systeme mit 80 bis 95 Prozent Belegung.
Systemvergleich: Konventionell vs. taupunktunabhängig
Kriterium
Konventionell (TP-abhängig)
interpanel (TP-unabhängig)
Min. Vorlauftemperatur
18 bis 20 °C
6 bis 12 °C
Temperaturdifferenz (Delta T)
0 bis 5 Kelvin
> 16 Kelvin
Kühlleistung im Sommer (real)
0 bis 20 W/m²
über 120 W/m²
Deckenbelegung
80 bis 95 %
20 bis 35 %
Betriebsgeräusch
Ja, durch Luftklimatisierung
0 dB
Fensterlüftung möglich
Nein (Abschaltung)
Ja (jederzeit)
Entfeuchtende Lüftungsanlage
Empfohlen und erforderlich
Nicht erforderlich
Wärmepumpen-Kompatibilität
Ja, dynamische Regelung und Abnahme
Ja, Temperaturen nach Bedarf und bis zu 6-12 °C Vorlauf im Kühlfall.
Wartung
Filter, Reinigung, Prüfung der Klimaanlage
Deckensegel sind wartungsfrei über Jahrzehnte
Kältemittel
Nein (aber Klimaanlage: F-Gase)
Nein (nur Wasser)
Gewicht
15 bis 70 kg/m²
~4 kg/m² (bezogen auf Grundfläche)
Montage im Bestand
Nassgewerk und aufwendige Koordination über Wochen
Staubfreie Installation, möglich in einem Tag Betriebsfertig
Praxisbeweis: Reale Projekte bestätigen die Simulation
Die IDA ICE Simulation bestätigt, was Projekte in der Praxis seit 2017 zeigen.
ABW Architekten, Düsseldorf: Dachaufstockung mit Fensterlüftung
Bei ABW Architekten in Düsseldorf wurde eine Dachaufstockung in Leichtbauweise (250 m²) ausschließlich mit Klimaleuchten und Fensterlüftung ausgestattet. Keine Klimaanlage. Keine Lüftungsanlage. Im Rekordsommer 2019 lag die maximale Innenlufttemperatur bei 26 Grad, die operative Temperatur bei ca. 24,5 °C, während draußen über 40 Grad gemessen wurden. Nur 23 Prozent der Deckenfläche belegt.
Monitoring über 28 Monate: Betriebskosten für Heizen und Kühlen 0,60 Euro pro Quadratmeter und Monat. Jahresstromverbrauch Kühlung: 4,5 kWh/m². Gesamtersparnis gegenüber der ursprünglich geplanten Variante (Fußbodenheizung plus Klimaanlage): 82.000 Euro über 10 Jahre.
Sebastian Blum, Geschäftsführer der sblum GmbH in München, hat den umgekehrten Weg dokumentiert:
„Wir haben die vollflächig verlegten Metall-Kühldecken entfernt. Im Sommer haben diese sich permanent abgeschaltet und es wurde heiß.”
Sebastian Blum, Geschäftsführer interpanel Kunde seit 2018
Sein Unternehmen hat die konventionellen Kühldecken durch interpanel ersetzt. Die Taupunktabschaltung und überhitze Büros sind seitdem Geschichte.
Team Funke Klimatechnik, Wildeshausen: Der TGA-Kälte-Profi kauft für sich selbst
Team Funke Klimatechnik, ein TGA-Fachbetrieb, hat interpanel für das eigene Büro gewählt. KfW 40 Neubau, rund 400 m², keine Lüftungsanlage. 23 Prozent Deckenbelegung, stabile 22,5 Grad im Hochsommer. Kühlkosten im Spitzenmonat August: 5,29 Euro für 30 m². Das entspricht 0,59 kWh/m² im Monat. Weniger als ein Mittagessen für einen ganzen Monat stille und angenehme Kühlung.
Praxisbeispiel Büros in Mannheim ohne Entfeuchtung mit taupunktunabhängigen Heiz-, Kühldecken
Hier sind die Daten eines Büroraums in Mannheim, in einer der heißesten Regionen in Deutschlands. Konkret zeigt die Grafik die Empfehlung der Initiative Mindestfeuchte 40% für eine gesunde Raumluftfeuchte in dem blauen Bereich und die Normempfehlung in jeweils den beiden grauen Bereichen. Die roten Punkte repräsentieren die Außenluftzustände, die blauen Punkte die Innenraumluftzustände.
Auf den beiden Achsen ist die Temperatur und die relative Luftfeuchte abgebildet. Das Bauvorhaben ist ohne eine Lüftungsanlage oder Entfeuchtung gebaut und wird als Büroraum genutzt. Zu sehen ist, dass zu einiger Zeit eine Raumluftfeuchte über 60% vorherrscht, sodass für ein normales System ein kritischer Raumluftzustand erreicht werden würde, insbesondere auch bei Fensterlüftung mit den jeweiligen außenklimatischen Zuständen als rote Punkte.
Für Ihre Planung bedeutet das
Unterbrechungsfreie Kühlung: Volle Kühlleistung auch bei Fensterlüftung und ohne zusätzliche Lüftungsanlage. Keine Taupunktsensoren, keine Fensterkontakte, keine Abschaltlogik. Einfachere Technik und weniger Schnittstellen.
Maximale Kühlleistungsdichte: Durch Vorlauftemperaturen bis 6 °C erreichen Klimapanel und Klimaleuchte über 120 W/m² durch Absorption von Wärmestrahlung. Behagliches Heizen funktioniert ebenfalls über Wärmestrahlung mit Vorlauftemperaturen von 28 bis 35 °C.
Resilienz und Flexibilität: Eine Heiz- und Kühldecke, die nicht vor der Physik kapituliert, sondern zuverlässig Komfort und Wärmeabführung sichert. Durch die Modularität bleibt das System langfristig anpassbar auf sich ändernde Nutzungen.
Wirtschaftlichkeit: 80 Prozent weniger Material (4 kg/m² statt 30 bis 70 kg/m²). Kälteanlage bis zu 56 Prozent kleiner. Entfall der mechanischen Entfeuchtung spart bis zu 70 Prozent Energie. Null Wartungskosten über Jahrzehnte.
Bestandstauglichkeit: Nachrüstung ab 200 mm Deckenhöhe, 100 Prozent staubfrei, kein Nassgewerk. Montage im bezogenen Gebäude, ohne Umzug der Mieter.
Echte Planungssicherheit beginnt dort, wo die Technik den Nutzer nicht einschränkt und seinen Bedürfnissen bestmöglich entgegenkommt.
Fazit: Planungssicherheit durch technologische Souveränität mit taupunktunabhängigen Heiz-, Kühldecken
Das Taupunkt-Dilemma ist kein unabänderliches Schicksal der Fachplanung oder Physik. Es ist eine Hürde, die durch veraltete Systeme entsteht und mit der neuen MARC-Technologie von interpanel überwunden wurde.
Deckenheizungen und Kühldecken übertragen Wärme durch Strahlung. Die Strahlung wird von Oberflächen und Körpern im Raum absorbiert – nicht von der Luft. Das ist der physikalische Unterschied zu konventionellen Klimaanlagen.
Diese Strahlungswärme, Emission und Absorption, wird als besonders behaglich empfunden, da sie direkt auf den Körper wirkt, ohne eine störende Luftverwirbelung zu erzeugen. Echte Planungssicherheit beginnt dort, wo die Technik nicht mehr vor der Physik oder dem Nutzer kapituliert. Wenn Sie heute ein Büro kühlen oder ein gesundes Arbeitsumfeld schaffen wollen, sollten Sie sich nicht mit Kompromissen bei der Fensterlüftung oder explodierenden Wartungs- und Betriebskosten abfinden.
interpanel bietet die Freiheit, Räume und Architektur für Menschen zu planen – mit einer Technik, die im Hintergrund lautlos, effizient und vor allem unterbrechungsfrei funktioniert.
Häufige Fragen zum Taupunktproblem
Warum schaltet meine Kühldecke im Sommer ab?
Konventionelle Kühldecken müssen die Vorlauftemperatur mindestens 2 Kelvin über dem Taupunkt der Raumluft halten. Steigt die Luftfeuchtigkeit im Sommer (durch offene Fenster, Personen oder schwüle Außenluft), steigt der Taupunkt. Taupunktsensoren drosseln die Kühlung oder schalten sie komplett ab, um Kondenswasserbildung zu verhindern. Das betrifft 30 bis 50 Prozent der Betriebszeit von Juni bis September.
Wie viel Kühlleistung geht durch die Taupunktabschaltung verloren?
Die geplante Kühlleistung von 70 bis 80 W/m² fällt auf 0 bis 15 W/m² im realen Sommerbetrieb. Das entspricht einem Verlust von bis zu 90 Prozent. Eine IDA ICE Gebäudesimulation für Berlin zeigt: 862 Stunden pro Jahr über 26 Grad Raumtemperatur bei konventionellen Kühldecken mit Fensterlüftung.
Was ist eine taupunktunabhängige Kühldecke?
Eine taupunktunabhängige Kühldecke arbeitet mit einer Membran, die Wärmestrahlung passieren lässt, aber Wasserdampf vollständig blockiert. Feuchte Raumluft erreicht die kalte Oberfläche nicht. Kondensation ist physikalisch ausgeschlossen. Das System arbeitet mit Vorlauftemperaturen bis 6 °C und liefert über 120 W/m² Kühlleistung, unabhängig von der Luftfeuchtigkeit im Raum.
Funktioniert die taupunktunabhängige Kühldecke auch bei offenen Fenstern?
Ja. Da die Membran den Kontakt zwischen Raumluftfeuchte und Kühlfläche physikalisch verhindert, spielt die Fensterlüftung keine Rolle für den Kühlbetrieb. Die Kühlung läuft bei offenen Fenstern, bei mehr als 70 Prozent Luftfeuchtigkeit und bei Außentemperaturen über 40 Grad weiter. Taupunktsensoren und Fensterkontakte sind nicht erforderlich.
Lässt sich eine taupunktunabhängige Kühldecke im Bestand nachrüsten?
Ja, ab 200 mm verfügbarer Deckenhöhe. Die Montage ist komplett trocken und staubfrei (kein Nassgewerk). Die Interpanel-Deckensegel eignen sich damit perfekt für den Bestand und sind insbesondere für Gewerbeimmobilien entwickelt, in denen Fensterlüftung, eine stille Kühlung und Heizung und angenehme Büros bzw. Arbeitsplätze geschaffen werden sollen. Durch die Vorfertigung ist auch eine Reduktion der Schnittstellen und eine absolute Gewerkeklarheit sichergestellt.
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Leaman, A., & Bordass, B. (2001).Assessing building performance in use 4: the Probe occupant surveys and their implications. Building Research & Information, 29(2), 129–143.
Kernaussage: Einführung des „Forgiveness Factor“. Nutzer verzeihen schlechtere Bedingungen eher, wenn sie Kontrolle haben.
De Dear, R. J., & Brager, G. S. (1998).Developing an adaptive model of thermal comfort and preference. ASHRAE Transactions, 104(1), 145–167.
Kernaussage: Das adaptive Komfortmodell. Menschen in natürlich belüfteten Gebäuden akzeptieren eine deutlich größere Temperaturspanne als in voll klimatisierten.
Paciuk, M. (1990).The Role of Personal Control of the Environment in Thermal Comfort and Satisfaction at the Workplace. Ph.D. Dissertation, University of Wisconsin-Milwaukee.
Kernaussage: Signifikante Korrelation zwischen wahrgenommenem Einfluss (Perceived Control) und der Zufriedenheit am Arbeitsplatz.
Wargocki, P., et al. (1999).Perceived Air Quality, Sick Building Syndrome (SBS) Symptoms and Productivity. Indoor Air, 9(3), 165-179.
Kernaussage: Belegt den direkten Zusammenhang zwischen Raumqualität, Gesundheitssymptomen (SBS) und Leistungsfähigkeit.
VDI 6031:2006-05Abnahme von Raumkühlflächen – VOB-Abnahme. Beuth Verlag, Berlin.
Europäische Normen (EN)
DIN EN 14240:2004-04Lüftung von Gebäuden – Kühlflächen – Prüfung und Bewertung. Beuth Verlag, Berlin. (Hinweis: Der Standard für geschlossene Kühldecken).
DIN EN 14037 (Reihe / insbesondere Teil 5)Frei hängende Heiz- und Kühlflächen für Wasser mit einer Temperatur unter 120 °C. Beuth Verlag, Berlin. (Hinweis: Relevant für Deckensegel. Teil 5 regelt speziell die Prüfung der Kühlleistung).
IDA ICE Gebäudesimulation Berlin: interpanel Case Study, validiert nach DIN 4108-2, VDI 2078, VDI 6020. Software: IDA-ICE V4.8002 SP2 (EQUA Simulation AB).
Kondensation an Kühldecken: ScienceDirect, „Condensation Features of Radiant Cooling” (Kondensationsbeginn nach 6 Minuten, erforderliche Vorentfeuchtung 1 Stunde).
Mixed-Mode Energieeinsparung 52 %: Building Research & Information, wissenschaftliche Publikation zu radiant cooling im Mixed-Mode-Betrieb.
DIN EN 14240: Kühldecken, Prüfung und Bewertung. Prüfleistung interpanel Klimapanel: 106,8 W/m² bei 16 K dT.
ISO 7730: Ergonomie der thermischen Umgebung. PPD (Predicted Percentage Dissatisfied) als Komfortindikator.
DIN 4108-2: Sommerlicher Wärmeschutz. Grenzwert Übertemperaturgradstunden: 500 Kh (konventionell: 1.106 Kh = 221 % über Grenzwert).
EU F-Gase-Verordnung 2024/573: Schrittweises Verbot von R410A ab 2025 (Split-Anlagen), ab 2027 (Kaltwassersätze), ab 2032 (kein frisches Kältemittel).
Stuttgart Zentrum Friedrichscarré – einzigartige Kühlsegel für nachhaltige Büros
Cresco Real Estate – Schaffung modernster Büros in der Marktstraße 8 Berlin
VR-Bank Coburg – Umbau und Sanierung der Büros mit einzigartigen Heiz-, Kühlsegeln
Team Funke Klimatechnik – Neubau mit eigener R290 Propan Wärmepumpe
Kaisergalerie – Innovation in einem der schönsten Kontorhäuser im Herzen Hamburgs
Sanierung im Bestand mit Büro, Pflege und Restaurant in Overath
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